Es ist nun zwar schon ewig her, aber vom 26.7. bis zum 8.8. waren mich meine beiden alten Heidelberger Kommilitonen Henning und David besuchen.

Zunächst holte ich sie an einem Wochenende in Shanghai ab. Hier besuchten wir kurz die Yu-Gärten in der Shanghaier Altstadt und die Französische Konzession.

In Shanghai dürfen natürlich auch nicht die berühmten Wolkenkratzer fehlen.

Dann ging es nach Hefei.

Die beiden sahen sich den Tempel des Lord Bao an.

Und den Tempel des Stadtgotts.

Während ich im Labor am Fortschritt der Wissenschaft arbeitete, fuhren die beiden zum Huang Shan.

Dann nahm ich mir eine Woche frei. Ursprünglich wollten wir nach Fenghuang in Hunan samt Umgebung fahren. Aber leider ist es verkehrstechnisch nicht gut gelegen, und abgesehen davon gab es auch keine Zugtickets mehr. Kurz entschlossen machten wir einen Städte-Trip durch Shandong im Nordosten von China. Zunächst führte uns unser Weg ins Dorf Zhujiayu nahe von Jinan, der Hauptstadt von Shandong.

In unserer Herberge waren wir die einzigen Gäste, und frühmorgens wurden wir von Hahnenschreien beglückt. (seinem Kollegen wurde am Abend zuvor der Hals umgedreht …)

Dann ging es in die prosperierende Metropole am Meer Qingdao, welche von 1898 bis 1914 deutsche Kolonie war und wo noch heute relativ viel deutsche Architektur bestaunt werden kann. Heute kommt eine der berühmtesten chinesischen Biermarken aus Qingdao (Tsingtao-Bier). In der Stadt gibt es die berühmtesten Strände Chinas neben denen der nahe an Vietnam gelegenen Insel Hainan. Außerdem wird hier gerade ein Hafen gebaut, der den derzeit weltgrößten Hafen in Shanghai noch übertreffen soll (mit fraglichen Erfolgsaussichten). Der chinesische Milliardär Wang Jianlin will hier ein chinesisches Hollywood errichten.

Dem Ruf des (Flug)-Drachen-Museums folgend ging es dann in die nahe gelegene Stadt Weifang. Das Museum war nett, aber enttäuschte mich etwas. Dafür gab es eine hübsche Innenstadt am Fluss – mit einem funktionierenden Tischfußball!

Ein paar Stunden Umsteigezeit hatten wir noch in Shandongs Hauptstadt Jinan, wo wir in einem historischen Sträßchen zu Mittag aßen und durch brütende Hitze zu zwei kleinen Moscheen hetzten.

Als Abschluss ging es doch noch ins wunderschöne und mir vertraute Hangzhou, das für Touristen immer wieder ein schöner Ort ist und viel zu bieten hat. So zum Beispiel den Lingyin-Tempel:

Und das Longjing-Teedorf mit den vielen BMWs.

Schön war‘s. Ich hoffe, es hat euch gefallen :-)