Ich bin in den letzten Tagen sehr mit meiner Masterarbeit beschäftigt. Tatsächlich gibt es nun sichtbare Fortschritte im Labor (siehe Bilder) – im Gegensatz zu meiner Anfangszeit hier, wo wir noch vor allem mit Sachen designen und dann einkaufen beschäftigt waren. Allerdings neigt sich meine Zeit hier rasch dem Ende zu (am 27.11. abends fliege ich zurück nach Deutschland), und ich muss alles noch in eine vernünftige Abschlussarbeit-Form bringen – und mich noch von all meinen Freunden verabschieden. Wenn ihr besondere Mitbringsel aus China haben wollt, dann meldet euch schnell bei mir.

Dennoch war ich am letzten Samstagabend mit meinem indischen Freund aus Kalkutta auf einem Diwali-Fest, welches in der Anhui Medical University stattgefunden hat. Dieses sogenannte Lichterfest ist das bedeutendste Fest Indiens im Jahr, vergleichbar mit unserem Weihnachten und dem chinesischen Frühlingsfest. An jenem Abend soll Indien nachts auf Satellitenkarten hell erscheinen, während die umliegenden Länder schlafen. Es gab sage und schreibe etwa 50 Inder (und indische Auswanderer aus Südafrika), sowie diverse andere Nationalitäten. Ein indischer Koch ist dafür extra aus Shanghai angereist. Es gab eine Tanzvorführung, indische Musik, und sonst war es ein nettes Beisammensein. An der Anhui Medical University und der Anhui University gibt es generell mehr Ausländer als an der University of Science and Technology of China (und nicht so einen hohen Pakistaner-Anteil).

 

Am Sonntag lud mein chinesischer Professor samt Frau und Sohn netterweise anlässlich meines baldigen Abschieds meine Gruppe (inklusive Bachelor-Studenten 9 Jungen und Mädchen) und mich zum selber grillen auf der Wissenschaftsinsel im Nordwesten Hefeis ein – mit erfahrener Unterstützung eines Doktoranden aus der Elektro-Gruppe. Selber grillen ist in China nicht üblich, man geht normalerweise zu von anderen betriebenen Grillständen.