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Huang Shan

Sommerferien

Es ist nun zwar schon ewig her, aber vom 26.7. bis zum 8.8. waren mich meine beiden alten Heidelberger Kommilitonen Henning und David besuchen.

Zunächst holte ich sie an einem Wochenende in Shanghai ab. Hier besuchten wir kurz die Yu-Gärten in der Shanghaier Altstadt und die Französische Konzession.

In Shanghai dürfen natürlich auch nicht die berühmten Wolkenkratzer fehlen.

Dann ging es nach Hefei.

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Huang Shan – 2

Ich fuhr mit meinem Onkel wild durch Shanghai und Hefei, bis wir an einem sonnigen, relativ warmen Samstagmorgen am Fuße des Huang Shan, der „Gelben Berge“, landeten. (ein älterer Eintrag zum Huang Shan befindet sich ->hier<-)

Hier lernten wir den netten Mr Cheng kennen, der in Tangkou am Fuße des Huang Shan ein Restaurant betreibt und uns mit einigen interessanten Informationen versorgte. Er ist zusammen mit Mr Hu, der auch in Tangkou ein Restaurant betreibt, extra in meiner 2009er-Lonely Planet-Ausgabe erwähnt.

Zuerst liefen wir weiter unten an den „Neun-Drachen-Wasserfällen“ (九龙瀑 ) entlang:

Dann fuhren wir mit der „Wolkental-Seilbahn“ weiter nach oben. Es hatte sich im Wetterbericht schon angekündigt – wir fuhren in den Nebel hinein und dieser sollte uns dort oben leider auch nicht mehr verlassen. Somit konnten wir die schöne Landschaft des Huang Shan leider nicht zu Gesicht bekommen. Auf der anderen Seite hielt sich glücklicherweise daher der dortige übliche Touristenrummel in Grenzen.

Die Karten auf dem Gipfel und in meiner Hand waren ziemlich verwirrend und zum Teil sicher falsch. Trotzdem hat es natürlich geklappt :-)

Dann ging es nach Tunxi, der Verwaltungssitz von Huang Shan-Stadt. Eine Stadt in China ist nicht etwa ein zusammenhängendes urbanes Siedlungsgebiet, es ist vielmehr eine Stadt mit umliegenden ländlichen Gebieten, deren Bevölkerung manchmal die Bevölkerung der eigentlichen zentralen Stadt um ein Vielfaches übersteigt. In China gibt es sehr viele beeindruckend große Städte. Wenn man aber hört, dass etwa in Chuzhou, einer Stadt in Anhui gleich nordwestlich von Hefei, aus der auch der neue Premier der VR China Li Keqiang stammt, 4,5 Millionen Einwohner hat, dann sollte man bei genauerem Hinsehen feststellen, dass in den eigentlichen beiden zentralen Stadtgebieten Langya und Nanqiao nur 500.000 Menschen leben.

In Tunxi gibt es eine schöne, sehr lange altertümliche Straße, die, finde ich, sowohl was Länge als auch Schönheit betrifft, sehr gut mit der Heidelberger Fußgängerzone mithalten kann! Auf dem ersten Bild sind auch typische weiße Häuser mit schwarzen Dächern im Huizhou-Stil zu sehen. Huizhou ist eine Stadt in Süd-Anhui, aus der traditionellerweise viele Händler kamen.

Huang Shan

Am Wochenende war ich mit andern am Huang Shan (Gelbe Berge), der hier auch in der „Nähe“ ist. Er ist dreieinhalb Stunden Busfahrt durch hügelige Gegend nach Westen in die Nachbarprovinz Anhui (Friedliches Abzeichen) entfernt. Das Gebirge ist seit dem 8. Jh. unter diesem Namen bekannt, angeblich in Anlehnung an den Gelben Kaiser. Es hat steil aufragende Felsen und seltsame Formen, wurde über die Jahrhunderte oft gemalt und war auch die Inspiration für die teils schwebenden Berge im Film Avatar, wo sich die Hauptfigur einen Drachenvogel fängt – denn hier gibt es öfters Wolkenmeere, aus denen einzelne Gipfel des Gebirges herausragen, welches ich aber leider nicht gesehen habe.

Wie anscheinend öfters bei chinesischen Bergen gibt es hier viele, viele Stufen. Hier liefen auch Lastenträger herum und man konnte sich auf einem tragbaren Stuhl herumtragen lassen (was ich aber nur einmal gesehen habe). Die Touristen waren in der überwältigenden Mehrzahl Chinesen.

Wir waren nicht die einzigen Dummen, die ohne Bettenreservierung nach oben gegangen sind. Wir sind aber in Stockbetten auf einem Hotelgang untergekommen. Es wurden noch viele zusätzliche Betten im Hotel aufgestellt, auch in der Lobby, und vom Hotel gestellte Zelte vor den Hotels. Am Wochenende ist eben mehr los …