Skip to Content

Blog

Die Quantenwelt ist nicht lokal – oder nicht real

Experimenten folgend scheint es so, dass die Welt zumindest auf der Längen- und Zeitskala der Quantenmechanik (also auf kleinen Skalen) entweder nicht „lokal“ oder nicht „real“ ist. Nicht-Lokalität bedeutet: zwei quantenmechanisch miteinander verschränkte Teilchen können sich auch, wenn sie räumlich voneinander getrennt sind, einander instantan, das heißt ohne die zeitlich verzögernde Vermittlung durch eine Informationsübertragung mit Lichtgeschwindigkeit, beeinflussen. Nicht-Realität bedeutet: die Dinge existieren nicht unabhängig von unserer Beobachtung – oder generell einer Beobachtung durch ein anderes Teilchen.

Zwei verschränkte Photonen lassen sich im Labor z.B. durch einen Prozess namens „parametrische Fluoreszenz“ (spontaneous parametric down-conversion, SPDC) herstellen, in dem ein nicht-linearer Kristall ein eingehendes Photon in zwei (oder mehr) ausgehende Photonen aufspaltet, deren Polarisationsrichtungen miteinander verschränkt sind. Eine natürliche Verschränkung wurde durch die Nutzung von Femtosekunden-Laserpulsen (10-15 s – zum Vergleich: das Universum ist 4 x 1017 s alt) auch im Prozess der Photosynthese nachgewiesen, was die Pflanzen Sonnenenergie energieeffizienter aufnehmen lässt: http://newscenter.lbl.gov/feature-stories/2010/05/10/untangling-quantum-entanglement/

Für Albert Einstein war die offenbar instantane Theorie der Verschränkung ein Grund, mit dem EPR-Paradoxon (1935) die Quantenmechanik anzuzweifeln: er glaubte nicht, dass es so eine „spukhafte Fernwirkung“ geben könnte. Mehr Informationen hier: http://www.mpq.mpg.de/cms/mpq/news/press/13_04_15.html

Solche Effekte spielen sich aber nur im Kleinen und Schnellen ab. Die uns umgebende Welt der klassischen Physik ist nach wie vor lokal und real, da quantenmechanische Verschränkungen sehr schnell durch äußere Einflüsse (wie Stöße mit Luftmolekülen in der Atmosphäre) zerstört werden.

Fußball

Nachdem Bayern München endlich mal wieder die Champions League gewonnen hat, haben wir – ein Team bestehend aus Ausländern der USTC – am letzten Wochenende in ständigem leichtem Regen, was auf jeden Fall ein besseres Spielwetter als die Affenhitze in den Tagen davor war, ein Fußballspiel gegen die Ausländer der nahen Anhui Medical University gespielt – und 3:1 gewonnen.

Allerdings gab uns die AMU, wo es generell mehr Ausländer gibt, auch einige Spieler. An der USTC gibt es etwa 50 Ausländer, von denen etwa 8 Fußball-gewillt sind. (dazu noch etwa 10 ausländische Englischlehrer) Fast alle waren Afrikaner. Erstaunlicherweise war kein einziger der etwa 20 Pakistani dabei, die wohl eher Cricket bevorzugen.

Vor 3 Jahren gab es aber an beiden Universitäten so gut wie keine Ausländer (nun an der USTC etwa 0,4% – in ganz Hefei, wie hier beschrieben, 0,14%), und die USTC – in den 1990ern immerhin als die beste Universität Chinas gehandelt, und sich nun, was das overall ranking angeht, etwa an 5. Stelle befindend – hatte nicht mal eine englische Website.

Nochmal zur Hitze: in den Tagen vor dem Fußballspiel war mal wieder die Zeit gekommen, in der man schon beim bloßen Herumsitzen schwitzt. In den letzten Tagen hat es eher milde 25 Grad, aber der Sommer ist praktisch schon da.

Knallerfrauen

Ich schaue in Deutschland so gut wie nie fern, und schon gar nicht TV-Serien, und so halte ich es auch in China. Nun wurde ich aber schön öfters auf die Serie „Knallerfrauen“ angesprochen, die ich davor nicht kannte und die hier ziemlich berühmt zu sein scheint. Mehr Informationen gibt es hier.

KTV, im Park und in Hangzhou spielen

Vor Kurzem war ich mit Kommilitonen, eine von ihnen nur kurz aus Shanghai angereist, im KTV.

Am nächsten Tag war ich mit ihnen noch im Xiaoyaojin-Park am Nordost-Rand der Innenstadt, wo wir einen Drachen steigen lassen wollten, was mangels Wind aber leider nicht geklappt hat.

Außerdem war ich während der Ferien anlässlich des Tags der Arbeit (29.4. – 1.5.) in Hangzhou, wo ich alte Freunde wieder sehen konnte. Netterweise durfte ich beim sizilianischen Kalligraphen Matteo übernachten.

Tanz in den Frühling

Ende März war der Frühling in Shanghai und Hefei  in vollem Gange. Der sogenannte „chinesische Judasbaum“ beherrschte das Bild mit seinen rosafarbenen Blüten – an ihnen kam kein Liebespaar ohne Foto vorbei. In Beijing (= nördliche Hauptstadt) wehte dagegen ein noch etwas kälterer Wind.
Nicht nur im Frühling wird auf öffentlichen Plätzen in ganz China getanzt:  vorwiegend ältere Frauen pflegen hier  auf lockere Weise chinesischen Volkstanz. Jeder darf mitmachen – es sieht einfacher aus, als es ist, aber es ist wunderschön!

So wird getanzt: