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Author: Ingo

Besuch meiner Mutter

Vor Kurzem war mich meine Mutter Regine für zwei Wochen besuchen. Während der Ferien (4. – 6. April) anlässlich des Qing-Ming-Fests, an dem in China der Verstorbenen gedacht wird, waren wir in Beijing; davor waren wir noch kurz in Shanghai. Meist blieben wir in Hefei, und wir machten einen Tagesausflug in die nahe gelegene historische Stadt Sanhe. Sie machte viele Fotos und wird in der nächsten Zeit auch einige Einträge unserer gemeinsamen Erlebnisse in den Blog stellen, welche ich unter Umständen als für nicht mehr erzählenswert erachte, welche einem Besucher aus dem Fernen Westen, der nicht andauernd in China herumlungert, aber verstärkt auffallen könnten.

Sonst hab ich in der letzten Woche ein Vakuum-Stahlrohr auf 400 Grad erhitzt. In der nächsten Woche werden uns Hitzedrähte aus Hangzhou erreichen, mit denen wir, so Gott und Konfuzius wollen, mindestens 600 Grad erreichen werden. Wir brauchen so hohe Temperaturen, um Lithium in den flüssigen Zustand zu bringen, der dann im Gleichgewicht mit einem dünnen Li-Gasanteil sein wird, mit welchem letzteren wir dann wirklich arbeiten können.

Hier kommt noch die deutsche Version des Gangnam Styles.

Verstärkung für unsere Arbeitsgruppe

Unsere Arbeitsgruppe hat Verstärkung bekommen: neben den ursprünglichen drei dauerhaften, zwei vorübergehenden Masterstudenten und mir haben wir nun noch einen Doktoranden aus Beijing und einen Bachelor-Studenten aus Tianjin bekommen. Außerdem ist noch ein Bachelor-Student aus Hefei zu uns gestoßen, dir mir dabei hilft, die Frequenz-Stabilisierung der Lithium-Laser durchzuführen.

Wir haben nun zwei wöchentliche Gruppentreffen anstatt dem einen früheren: eines für die eigentliche Gruppe am Freitag, und eines, an dem nicht so sehr am entstehenden Experiment involvierte Bachelor-Studenten teilnehmen können, am Samstag.

Der Frühling ist da

Der Frühling ist endgültig in Hefei angekommen. Am Samstag vor einer Woche gab es unglaubliche sonnige 29 Grad. Letzte Woche hat es wieder abgekühlt, und an diesem Wochenende nieselt es durchgehend. Dennoch klopft der Frühling schon ordentlich an die Tür.

Mit dem Ägypter war ich im Botanischen Garten im Westen Hefeis (Eintritt: 20 Yuan).

Huang Shan – 2

Ich fuhr mit meinem Onkel wild durch Shanghai und Hefei, bis wir an einem sonnigen, relativ warmen Samstagmorgen am Fuße des Huang Shan, der „Gelben Berge“, landeten. (ein älterer Eintrag zum Huang Shan befindet sich ->hier<-)

Hier lernten wir den netten Mr Cheng kennen, der in Tangkou am Fuße des Huang Shan ein Restaurant betreibt und uns mit einigen interessanten Informationen versorgte. Er ist zusammen mit Mr Hu, der auch in Tangkou ein Restaurant betreibt, extra in meiner 2009er-Lonely Planet-Ausgabe erwähnt.

Zuerst liefen wir weiter unten an den „Neun-Drachen-Wasserfällen“ (九龙瀑 ) entlang:

Dann fuhren wir mit der „Wolkental-Seilbahn“ weiter nach oben. Es hatte sich im Wetterbericht schon angekündigt – wir fuhren in den Nebel hinein und dieser sollte uns dort oben leider auch nicht mehr verlassen. Somit konnten wir die schöne Landschaft des Huang Shan leider nicht zu Gesicht bekommen. Auf der anderen Seite hielt sich glücklicherweise daher der dortige übliche Touristenrummel in Grenzen.

Die Karten auf dem Gipfel und in meiner Hand waren ziemlich verwirrend und zum Teil sicher falsch. Trotzdem hat es natürlich geklappt :-)

Dann ging es nach Tunxi, der Verwaltungssitz von Huang Shan-Stadt. Eine Stadt in China ist nicht etwa ein zusammenhängendes urbanes Siedlungsgebiet, es ist vielmehr eine Stadt mit umliegenden ländlichen Gebieten, deren Bevölkerung manchmal die Bevölkerung der eigentlichen zentralen Stadt um ein Vielfaches übersteigt. In China gibt es sehr viele beeindruckend große Städte. Wenn man aber hört, dass etwa in Chuzhou, einer Stadt in Anhui gleich nordwestlich von Hefei, aus der auch der neue Premier der VR China Li Keqiang stammt, 4,5 Millionen Einwohner hat, dann sollte man bei genauerem Hinsehen feststellen, dass in den eigentlichen beiden zentralen Stadtgebieten Langya und Nanqiao nur 500.000 Menschen leben.

In Tunxi gibt es eine schöne, sehr lange altertümliche Straße, die, finde ich, sowohl was Länge als auch Schönheit betrifft, sehr gut mit der Heidelberger Fußgängerzone mithalten kann! Auf dem ersten Bild sind auch typische weiße Häuser mit schwarzen Dächern im Huizhou-Stil zu sehen. Huizhou ist eine Stadt in Süd-Anhui, aus der traditionellerweise viele Händler kamen.

Shanghai

Als nächstes ging es nach Shanghai.

Dort war ich noch im Shanghai Urban Planning Exhibition Center.

Die Lichterpunkte in diesem verwackelten Bild sind nicht etwa Sterne – es sind Kong-Ming-Laternen. Ein sinnvollerer Name für sie, direkt aus dem Chinesischen (天灯, tiāndēng) übersetzt, ist Himmelslaterne. Ihre Erfindung wird traditionellerweise Zhuge Liang (181 – 234) zugeschrieben, der auch in den Kriegen zum Ende der Östlichen Han-Dynastie und zum Beginn der Zeit der Drei Reiche mitmischte. Ihr Gebrauch ist in Deutschland nun praktisch überall verboten. Außerdem gab es noch etwas Feuerwerk und Böller in Shanghai.