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Author: Ingo

Restaurant Schnee-Villa

Vor kurzem war ich in einem Restaurant namens „Schnee-aufklarender Himmel-Berggastdorf“, oder auch „Schnee-Villa“ genannt (xueji shanzhuang, 雪霁山庄). Es liegt am Fuße des niedrigen Dashu-Berges (dashu shan, 大蜀山) im Westen Hefeis, der übrigens vor langer Zeit mal ein Vulkan war. Es hat gutes Essen und sieht traditionell aus, doch der eigentlich wichtige Punkt ist der, dass es hier oft (vermutlich eher kleine) Vorführungen der lokalen Anhui-Oper gibt (die ich zwar nicht sah, aber von der mir andere erzählten). Diese Opernform ist nach dem Ort Huangmei (黄梅, bedeutet ungefähr „gelbe Pflaume“) benannt, der in der westlich benachbarten Provinz Hubei liegt. Hätte ich das früher gewusst, dann hätte ich meine diversen Besuche hierhin führen können. Hier ein Beispiel der verwandten Peking-Oper:

Tempel der Treue

Kurz war ich beim „Tempel der Treue“ (Zhongmiao, 忠庙), einem alten buddhistischen Tempel am Chao-See (Chauhu, 巢湖) unweit dem Stadtgebiet von Hefei. Der Chao-See ist einer größten Seen Chinas und etwa 1,4 mal so groß wie der Bodensee. Vom Tempel aus kann man sicher jeden Abend schöne Sonnenuntergänge über dem Chao-See beobachten, dessen anderes Ufer man nicht sieht. Wie vieles in China wird auch der Tempel der Treue gerade renoviert.

Auf dem Rückweg ging es noch durch Binhu, einem vor kurzem aus dem Boden gestampftem städtischen Gebiet nahe der eigentlichen Hefei-Stadt. Hier sieht man die allgegenwärtigen gesichtslosen Einheits-Hochhäuser in Reinform. Aufgrund von mehr Platz wird die Provinz-Regierung von Anhui bald von Hefeis Stadtzentrum dorthin ziehen – so, wie die Stadt-Regierung von Hefei vor kurzem vom Zentrum zum Schwanensee gezogen ist. Auch das Gebiet um den Schwanensee, nicht so weit weg wie Binhu oder gar der Chao-See, hat sich in den letzten Jahren stark entwickelt.

Lab Tour

Vorgestern habe ich mit chinesischen Studenten und zwei ausländischen Professoren an einer Labor-Besichtigung in der USTC teilgenommen. Hier durften wir etwa eine Forschungseinrichtung besuchen, die sich der Feuer-Bekämpfung widmet.

Dann haben wir uns noch das National Synchrotron Radiation Laboratory angesehen. Sehr nahe an Lichtgeschwindigkeit in Vakuumröhren rasende Elektronen werden durch starke Magnetfelder auf Kreisbahnen gezwungen (ohne Magnetfelder und Stöße an anderen Teilchen würden sie, abgesehen von einem kleinen Beitrag der Gravitation, einfach geradeaus weiterlaufen). Bei dieser Ablenkung strahlen die Elektronen longitudinal interessante energiereiche Synchrotronstrahlung ab. Dieses Experiment ist geringfügig komplizierter und teurer als das unsere – ähm, viel komplizierter und teurer. Es lief schon seit 20 Jahren, wird nun aber gerade umgebaut – wie so vieles in Hefei. Dadurch konnten wir uns einige Teile wie dessen Zentrum und den davor gelegenen Linearbeschleuniger ansehen, wo die Strahlung (keine radioaktive, sondern Röntgenstrahlung) während des Betriebs sonst zu hoch wäre. Weltweit gesehen ist es keines der größten Synchrotrone. Dennoch eindrucksvoll! Das größte Synchrotron in Deutschland ist übrigens das DESY in Hamburg.

Dann sahen wir uns noch Reinräume an, in denen voraussichtlich Ende dieses Jahres Experimente starten können. Hier sollen später Nanomaterialien hergestellt werden, und auch für die Halbleitertechnik braucht man sehr saubere Umgebungen. Dieses Gebäude soll etwa 20 Millionen US-Dollar gekostet haben.

Besuch bei Ingo in Hefei

Ein Gastbeitrag von Irene:

Es ist 7.00 h. Ich bin eben wieder im sicheren Deutschland gelandet und sitze jetzt im ICE. In drei Stunden tauche ich wieder ein in den Alltag.

An dem Freitag, 9.8., an dem ich nach Hefei gefahren bin, hat mich morgens Xiaoli zum Fernbahnhof Hongqiao Railway Station in Shanghai begleitet, in der brechend vollen U-Bahn. Der Fern-Bahnhof ist, wie alles Neue in China, gigantisch, und außerdem ultramodern. Man checkt ein wie am Flughafen, mit Sicherheitskontrolle und Gate, das nur für den jeweiligen Zug geöffnet wird. Das Ticket bestellt man per Internet. Einmal kann man es kostenlos ändern – dazu geht man in die Schalterhalle, in der ein ohrenbetäubender Lärm herrscht und sich gefühlte 10.000 Menschen befinden. Über Lautsprecher brüllt einen die Frau hinter dem Schalter an und druckt einem dann das neue Ticket aus. Die Zugfrequenz ist atemberaubend. In Peking fährt morgens alle 5 Minuten ein Hochgeschwindigkeitszug die 1300 km nach Shanghai!  Eine Umarmung, ein Winken, und weg war Xiaoli.

Als ich also mit Sack und Pack auf meinem Platz verstaut war, neben mir eine chinesische Familie und ein Student, hab ich besorgt zum Fenster rausgeschaut. Würde ich die richtige Haltestelle erkennen? Die Chinesen haben erstmal Brotzeit gemacht, und auch sonst war alles normal. Die Teenager-Tochter hat sich gelangweilt und fand die Eltern blöd, und die Mutter hat alle mit Essen versorgt und besorgt geguckt. Und den foreigner haben sie nur ganz dezent angestarrt, sie waren gebildete Chinesen.

Drei Stunden ist der Zug gefahren, draußen sauste eine viel schönere Landschaft vorbei als auf dem Weg nach Shanghai. Manchmal war es richtig grün. Dazwischen immer die knallharten Wohnsilos, eine Betonburg an der anderen. Die Dörfer kann man gar nicht richtig erkennen, ab und zu ein paar kleine kaputte Häuser irgendwo. Alles ging gut und ich bin korrekt ausgestiegen und stolz zum Ausgang marschiert. Vor dem Bahnhof eine Gluthitze, ein wildes Gewusel von Ankommenden und Abholenden, und mich haben gleich die Taxischlepper überfallen. Aber kein Ingo! Suchend bin ich quer über den Platz gelaufen, aber am anderen Ende war er auch nicht, bis ich auf die Idee gekommen bin, auf´s Handy zu schauen. „… komme in ein paar Minuten!“ Uff.

Ingo kam dann strahlend, und wir haben uns in die Schlange zum Taxi gestellt und standhaft alle Angebote abgewehrt – sie haben sich erstaunlich wenig gewundert, wie flüssig der Ingo chinesisch gesprochen hat. Im Taxi hat mir Ingo die Story dieses Vormittags erzählt: Nach  einer Nacht-Zugfahrt von Hangzhou aus ist er um 5 Uhr morgens in Hefei angekommen und dann erst einmal durch  Hefei geradelt, um Ersatz für sein kaputtes Handy-Aufladekabel zu suchen. Außerdem ging seine Waschmaschine kaputt und das Waschhaus auf seinem Campus hatte gerade seit dem vorigen Tag Sommerferien. Schließlich hat Ingo die Waschmaschine in „meinem“ Apartment benutzt. Die ging! Allerdings hat sie sofort das ganze Badezimmer geflutet. Egal, die Wäsche war sauber.

Das Apartment war im 26. Stock und hatte eine großartige Aussicht auf Hefei, besonders in der Nacht. Es war herrlich kühl, und man konnte direkt in den Eingang von Ingo´s Institut schauen. Ingos Zimmer war im 29. Stock. Wir haben erst noch eine Kleinigkeit gegessen, dann war es 15 h und jetzt ging es Schlag auf Schlag. Ein Anruf von Moritz, daß Ingo schon um 17 h beim Hotel sein soll, zur Anprobe. Ingo brauchte aber noch seine Schuhe, die sollte er um 17 h in der Bar abholen, wohin sie Lucky ihm mitgebracht hatte. Als Ingo dann geschniegelt und gespornt vor der Tür stand, sah er absolut bIendend aus. Im Taxi ging der Streß weiter – eine SMS von einem Kommilitonen, der Professor wollte skypen und wollte vor allem, daß ein bestimmtes Problem beim Versuchsaufbau sofort gelöst wird. Ingo konnte aber nicht, weder am Freitag noch am Samstag. Aunt from Germany.

Es war ein fünf-Sterne Hotel, in dem die Hochzeit stattfand, denn Lucky arbeitet dort als Managerin. Sie stand da in ihrem gewaltigen weißen Brautkleid und hat non stop gemanagt, laut, energisch, und deutlich, sie sah prächtig aus und hat bestimmt das Herz auf dem rechten Fleck. Moritz stand daneben, hat sehr lieb ausgeschaut war total entspannt.  Ich mußte so lachen, als wir ihn am Schluß, als alles vorbei war, mit seinem Bruder in einem Nebenraum vor dem Fernseher mit Bier in der Hand gefunden haben! Eine Schar von super-fein angezogenen Hochzeitsgästen ist reingeströmt, eine noch eleganter als die andere, aufgeregt und festlich gestimmt und sehr sehr hübsch. Auch die Eltern von Lucky waren da, und Bruder und Mutter von Moritz. Ingo hätte jede­­­­s Mutterherz höher schlagen lassen, so schick wie er war. Seine Rolle beinhaltete, stundenlang an der Seite von Braut und Bräutigam zu stehen und ihnen bei den Umarmungen und Fotos einen würdigen Rahmen zu geben. Und bei der Zeremonie den Weg zur Bühne zu flankieren. Alles das hat Ingo souverän und heiter gemeistert und sich dabei auch noch um die Aunt from Germany und andere Gäste gekümmert. Es waren viele gemischte Paare da, chinesisch-deutsch, afrikanisch-chinesisch, manche offenbar auch sehr reich.

Endlich ging es in den Garten zur Zeremonie. Es wurde schon langsam dunkel. Es gab laute Musik, eine herrliche Lichtshow, eine englische Dolmetscherin, und sogar einen Hochzeitskuchen, der in der Gluthitze die Form bewahren mußte. Ich hab den größten Teil der Zeremonie gefilmt, auch den Ingo, der mir ab und zu ein Lächeln geschenkt hat. Und dann ging es hoch zum Festessen. Wir sind doch tatsächlich im Aufzug stecken geblieben! Nach wenigen Minuten wurden wir aber schon befreit. Da war in der Halle das Gelage schon in vollem Gange.  Es gab feines Essen, sogar Wein. Braut und Bräutigam kamen an jeden einzelnen Tisch und haben geprostet. Alles was jung war hat sich für später in der Knight’s Bar verabredet. Als die Party sich ausdünnte, gab es plötzlich eine afrikanische Bauchtanzvorführung! Die chinesischen Bedienungen standen in Uniform mit gefalteten Händen und ernsten Gesichtern am Rand – ein herrlicher Kontrast! Und dann war´s auch schon vorbei, und Ingo hat mich im Apartment abgesetzt.

Samstag, 10.8.. Da ich wunderbar ausgeruht und katerlos aufgewacht bin, konnte ich endlich meine Einführung für die Gordon Conference vorbereiten. Ich war Chair für die erste Session – das ist viel schwieriger, als selber einen Vortrag zu halten. Gegen 10 h hab ich dann den Ingo aus dem Bett geschmissen.  Ingo frühstückt nicht – aber the German aunt wollte frühstücken und außerdem ein paar emails schreiben. Also sind wir in das edle Anxiang-Cafe im Basement gegangen. Anschließend in Ingo´s Institut – hier wie überall will der Gastgeber Highlights zeigen, ich aber wollte doch das Leben von Ingo in Hefei kennenlernen. Der Campus ist wunderschön, voller alter Bäume, sogar einem herrlichen, total mit Lotos zugewachsenen See. Überall wird gefegt und an den Pflanzen gezupft. Es war Samstag und Ferien, daher wenig Betrieb. Wir haben keinen einzigen Professor gesehen. Das Experiment ist leider noch eine ziemliche Baustelle. Ingo hat ein wunderbares dreidimensionales Modell davon, aber in der Realität funktioniert wenig. Es fehlen Teile, andere sind falsch montiert, haben nicht die notwendige Qualität, oder funktionieren aus anderen Gründen nicht. Insgesamt eine frustrierende Situation.

Nach einigem hin und her haben wir uns anschließend für das Dawei Zhen-Dorf entschieden, zu dem man leicht mit dem Taxi hinkommt. Wir könnten bis 19 h wieder zurück sein – wegen dem Tanz der Frauen. In der Gluthitze ist es immer eine Erleichterung, in ein Taxi zu springen. Raus aus der Stadt, in etwas was man am ehesten als „Nicht-Stadt“ bezeichnen kann. Wir sind losmarschiert, eine lange Straße durch Weinreben-Felder. Aufgereiht am Wegrand ein kleiner Verkaufsstand am anderen, irgendwann wollten wir dann probieren und haben festgestellt, daß es Wein war, nicht Traubensaft! Herrlich starker Likörwein. Wir haben ein paar Gläschen getrunken, und Ingo hat mit der Verkäuferin die wesentlichen Informationen ausgetauscht. Wie alt meine Kinder sind, zum Beispiel. Dann sind wir weitergegangen, triefend vor Schweiß. Lauter BMWs und Mercedes sind vorbeigekommen, mit schicken Chinesen drin, und irgendwann waren wir tatsächlich an einer Art Informationszentrum für Fischerei mit mehreren Restaurants. Dort hat Ingo dann seine komplette Sprachkompetenz für den Bestellvorgang eingesetzt, und wir haben eine großartige heiße Fischterrine bekommen und diverse andere tolle Speisen. Das Restaurant hatte eine mittlere Bewertung hinsichtlich Hygiene – das hab ich verstanden, als ich neben drei lustigen Frauen am Waschbecken stand – ich hab mir die Hände gewaschen, neben mir wurde die Wäsche gerubbelt und direkt daneben eine frisch ausgenommene Ente ausgespült.

Fortsetzung: Es ist schon 17 h, Jens und ich haben zusammen gegessen und ich hatte eine Besprechung im Institut. So richtig will ich noch nicht wieder zurück sein – da hilft mir dieser Bericht.

Wir sind dann zurückgegangen, es war nicht mehr so heiß. An einer Kreuzung war ein Staßenmarkt, und dann kam eine stille echte Dorfstraße, es war ein wunderschöner Spaziergang. Und schließlich haben wir die zweispurige Hauptstraße erreicht. Taxis waren weit und breit nicht in Sicht, Busse auch nicht, und da hat uns Ingo´s Sprachkompetenz wieder gerettet. Der Mann, den er gefragt hat, konnte per Handy ein „Taxi“ organisieren, und hat uns dann für 70 RMB nach Hefei gefahren.

Dort kamen wir gerade recht zum abendlichen Tanz der Frauen. Ich hab mich in die große Gruppe eingereiht und versucht mitzumachen, aber es war echt schwierig. Die Schrittfolgen waren kompliziert, und für jedes Lied gab es neue festgelegte Schritte. Als sie mich bemerkt haben, haben sie mich resolut gepackt und hinter die beste Vortänzerin gestellt – irgendwie mußte ich es doch schnallen, wenn die es mir so gut vorgemacht hat! Und in der nächsten Pause haben mich alle umringt, mich auf einen Stuhl in der Mitte gesetzt, mit Tee versorgt, bestaunt, befragt, und viel gelacht. Sie waren so nett! Es war wunderschön, wie sie getanzt haben, jede Frau anders, aber so anmutig, und unsentimental. Aus reiner Freude. Eine konnte Englisch und hat alles übersetzt so gut es ging. Und dann haben wir noch eine Weile weitergetanzt, wieder palavert, und als der Ingo aufgetaucht ist, dachten sie erst, das ist mein Mann! Und dann sind sie ganz schnell verschwunden. Ach ja, mein Alter konnten sie ja gar nicht glauben. Es war schön. Ich hätte so gerne die Tänze gekonnt.

Es war dann schon dunkel, und es kam eine Phase, in der ich ordentlich Streß gemacht habe. Ich wollte genau wissen, wie weit es zum Flughafen ist, und ich wollte ein Taxi für morgen früh bestellen. Mein Flieger ging um 7:50 h, und mir war es zu unsicher, einfach eins von der Straße abzufangen. Die Antworten waren mir zu ungenau (mein Mitbewohner sagt, ungefähr  eine Stunde), und das mit dem Taxi bestellen war komplett unmöglich. Ingo hat mir zuliebe extra sein Zimmer aufgeräumt, damit wir auf seinem Laptop suchen konnten. Aus Sturheit hab ich dann noch selber im Internet gesucht, und dabei ist mir trotzdem der Flughafenbus durch die Lappen gegangen, den es tatsächlich gegeben hat (wir haben ihn am nächsten Morgen am Flughafen gesehen). Am Ende haben wir uns auf Start um 5 h geeinigt.

Dann rief Ingos indischer Freund Souvik an – und mit dem waren wir dann bei dem Grillstand vor dem Haus und haben köstliche gebratene Gemüse gegessen und ein paar Bierchen getrunken. Der Freund promoviert in Biologie, und so hatten wir ein paar Berührungspunkte. Er hat über seine faulen Professoren geschimpft, daß es nur so gekracht hat, es war herrlich. Er war sehr nett. Es war immer noch sehr heiß, auf der Straße sind die Autos vorbeigerattert, und auf dem Bürgersteig vor dem Grillstand war ein unbeschreibliches Chaos. Ich hab sicherheitshalber nicht genau hingeschaut. Dann sind wir schlafen gegangen, vorbei an Chinesen, die vor Ingos Haus auf dem nackten Boden geschlafen haben, viele ohne Unterlage und ohne Decke.

Sonntag, 11. August. Der Start am nächsten Morgen war hart. Am Flughafen waren wir  ein paar Minuten, bevor er überhaupt aufgemacht hat. Wir haben noch einen sündteuren Kaffee getrunken, und dann bin ich durch die Kontrolle. Ciao Ingo, es waren zwei sehr intensive Tage, auch sehr anstrengend, aber für mich toll. Danke für alles. Ich drücke Dir die Daumen für die letzte Etappe Deiner Masterarbeit.

Der Sommer ist heiß

Die Höchst-Temperaturen tagsüber in Hefei im Schatten oszillierten vor kurzem zwischen 39 und 40 Grad (nachts 28-29 Grad), während es in Hangzhou sogar bis zu 43 Grad heiß wurde. Man wird hier auch noch von der Hitze erschlagen, wenn man um Mitternacht einen klimatisierten Raum verlässt. Dazu kommt noch die hohe Luftfeuchtigkeit insbesondere in Hangzhou.

post-hitze2

Noch eine Portion von Halb-Wahrheiten und Gerüchten: Hangzhou ist in diesem Jahr angeblich die viert-heißeste Stadt Chinas, während die drei heißesten Städte in der Umgebung von Hangzhou liegen. Ich habe gehört, dass dieser der heißeste Sommer in Hangzhou seit 63 Jahren ist. Wegen des schwierigen Wetters läuft der Tee-Anbau in diesem Jahr in Hangzhou nicht so gut, sodass im nächsten Jahr nicht so viel Drachenbrunnen-Tee geerntet werden können wird und die Preise steigen werden. (aber ein guter Teil soll ja sowieso gefälschter Tee aus Shaoxing sein) Allgemein ist der Sommer dieses Jahres in China besonders heiß.

In der nächsten Woche wird es mit etwa 35 Grad nicht mehr ganz so heiß werden … Einen sich so heiß anfühlenden Sommer wird man denke ich selbst in Afrika nicht so einfach finden.